Der schwarze Turm

Ich bin der schwarze Turm,
schauerlich und gehasst,
zu meinen Füßen Morast,
um meine Krone der Sturm.

Bis in heidnische Höhe
bauen sich nadelspitz die Zinnen,
ich sehe die Zeit unberührt verrinnen.
Mich meidet selbst die Krähe.

Doch im Morast wohnt jede Seele, die sich selbst verlor,
und aus meinen Tiefen steigt die Wärme der Erde empor.
Nichts ist an diesem Ort wie es Dir scheint.

Nie regierte Hass die hohen Mauern,
nie wird dich hier der giftig grüne Neid belauern,
so sei, mein lieber Gast, getröstet, denn ich bin nicht Dein Feind.

 

der schwarze Turm

 

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